Wie sicher sind Gelder bei Schweizer
Banken?Was passiert mit ihren Guthaben bei Konkurs
einer Schweizer Bank? Die Bankenaufsicht ist in der Schweiz sehr streng,
die Risiken sind daher begrenzt. Sollte es dennoch zu einem Bank-Zusammenbruch
(Konkurs, Nachlassverfahren) kommen, garantieren
die Schweizer Banken mittels der seit 2004 im Bankengesetz
verankerten und obligatorischen Einlegerschutz-
Vereinbarung (Vereinbarung über den Einlegerschutz bei zwangsvollstreckungsrechtlicher
Liquidation einer Bank) dem einzelnen Bankgläubiger einen raschen Schutz.
Im schweizerischen Konkursrecht sind Einlagen bei Banken und Effektenhändlern
seit dem 22. Dezember 2008 bis zum Betrag von neu CHF 100'000 (bisher: CHF 30'000)
pro Person in der 2. Klasse privilegiert. Sie werden vor dem Grossteil der anderen,
ungesicherten Forderungen beglichen. Damit ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
gewährleistet, dass diese Beträge den Kunden auch ausbezahlt werden. Geschützt
bis zu diesem Betrag sind z.B. Sparkonto,
Säule 3a, Lohnkonto
und Kassenobligationen. Wertschriften
wie Obligationen, Aktien oder Fonds werden von den Banken lediglich in einem Depot
verwahrt und fallen somit bei einer Bankinsolvenz nicht in die Konkurs-Masse.
Tipp: Wählen Sie eine Bank, welche Staatsgarantie
oder ein gutes Rating von den Rating-Agenturen Standard
& Poor's oder Moody's erhalten hat. Verzichten Sie darauf, kleinere Beträge
auf mehrere Banken zu verteilen, da dies wesentlich schwieriger zu überwachen
ist und zudem oft höhere Gebühren zur Folge hat. |
Warum sind Schweizer Bankkonten sehr beliebt? |
Wie anonym ist ein Schweizer Bankkonto?Das
Schweizer Bankgeheimnis verbietet den
Schweizer Banken, die Existenz Ihres Kontos ohne Ihre Einwilligung preiszugeben
oder Angaben dazu offen zu legen. Die Aufhebung des Bankgeheimnisses ist gesetzlich
streng geregelt. Die Gründe sind z.B. Straftaten wie Drogenhandel oder Waffenschmuggel
sowie sehr selten Privatangelegenheiten wie Erbschaften und Scheidungen. Das Bankgeheimnis
bildet also kein Hindernis für die Bekämpfung schwerer Kriminalität.
Wenn Sie in der Schweiz ein "anonymes Konto" oder "Nummernkonto"
eröffnen wollen, werden Sie gleich identifiziert wie bei allen übrigen
Namenkonto. Der Unterschied liegt einzig darin, dass Ihre persönlichen
Daten nur wenigen Personen innerhalb der Bank zugänglich sind. Nummernkonto
sind aufgrund des grösseren administrativen Aufwandes meistens teurer als
normale Konto. Die meisten Banken verlangen zudem einen Mindestanlagebetrag. Bei
Zahlungsaufträgen ins Ausland vom Nummernkonto muss der Kontoinhaber bekannt
gegeben werden. Lexikon: Nummernkonto |
Können Personen mit Wohnsitz
ausserhalb der Schweiz auch ein Bankkonto eröffnen?Ja. Bei der Prüfung
der Identität von Personen mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz auf dem Korrespondenzweg
begnügen sich die Banken mit Ausweiskopien mit Echtheitsbescheinigungen,
welche unter anderem auch durch eine Niederlassung, Vertretung oder Konzerngesellschaft
der Bank oder durch eine Korrespondenzbank ausgestellt werden können. |
Bei welchen Banken kann ich ein
Konto eröffnen?Antwort |
Kann "schweizer-banken.info" bestimmte Banken empfehlen?Welche
Bank sich für Ihre individuelle Zielsetzung am besten eignet, hängt
von vielen Faktoren ab, z. B. von Ihrem Wohn-Domizil oder von Ihrem Anlagebetrag.
Tipps: 1. Wählen Sie eine Bank, welche von den Rating-Agenturen
Standard & Poor's oder Moody's ein gutes Rating
erhalten hat. 2. Informieren Sie sich über Bewertungen
und Testberichte von bestehenden Bankkunden. 3. Verzichten Sie auf das
verteilen Ihrer Gelder auf mehrere Banken, da dies wesentlich schwieriger
zum überwachen ist und zudem oft höhere Gebühren zur Folge
hat. 4. Überlegen Sie sich, ob Sie Ihr Geld bei einer Grossbank (UBS,
Credit Suisse) investieren wollen,
welche sämtliche Arten von Finanzdienstleistungen für Privatpersonen
und Unternehmen anbietet oder bei einer kleineren Privatbank, welche auf schweizerische und internationale Privatkunden spezialisiert ist. |
Wird bei der Konto-Eröffnung eine Mindest-Einlage verlangt?Bei
Privatbanken beträgt die Mindest-Einlage oft zwischen CHF 50'000 CHF
500'000. Personen mit Wohnsitz in der Schweiz können bei Universalbanken
(z.B. UBS, Credit
Suisse, Kantonalbank, Raiffeisen)
sowie bei der Post ein Konto ohne Mindest-Einlage
eröffnen. Personen mit Wohnsitz im Ausland empfehlen wir eine Konto-Eröffnung
aufgrund der Gebühren erst ab CHF 50'000.
Lexikon: Mindestguthaben |
Kann ich ein Schweizer Bankkonto online
per Internet, per Post, Telefon, E-Mail oder Fax eröffnen?Dokumente
für eine Kontoeröffnung können Sie bei vielen Banken telefonisch
oder online über die Website beantragen. Die Banken benötigen zur Eröffnung
eine Kontos jedoch immer Original-Dokumente. |
Welche Angaben und Unterlagen sind für eine persönliche
Kontoeröffnung erforderlich?- Gültiger Reisepass, Identitätskarte
oder Personalausweis - ev. Dokumente zum Nachweis der Herkunft Ihres Geldes |
Welche Fragen werden mir von
der Bank gestellt? Was wird mit der Herkunft des Geldes gemeint? Antwort
|
Kann ich ein Konto
in Euro oder USD in der Schweiz eröffnen? Alle uns bekannten Banken
bieten Konti in Schweizer Franken (CHF) und allen gängigen Fremd-Währungen,
z.B. Euro (EUR), US-Dollar (USD) oder Britisches Pfund (GBP) an. Für
eine Bareinzahlung oder einen Barbezug einer Fremd-Währung (z.B. Euro) verlangen
viele Banken eine Gebühr (Agio/Disagio). Die Zürcher
Kantonbank verlangt bis CHF 50000. Gegenwert eine Gebühr
von 0,75% bzw. mind. CHF 20.00. |
Welche Vorteile bietet ein Nummern-Konto? Siehe Lexikon: Nummernkonto |
Kann ich auch Kreditkarten nutzen?
Bei Schweizer Banken sind Kreditkarten von
Mastercard, Visa und American Express in CHF, USD und Euro erhältlich. Personen
mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz müssen oft einen Betrag von mindestens
der Höhe von einer Monatslimite als Sicherheit hinterlegen. Als Alternative
oder Ergänzung sind auch Maestro-Karten mit einer Limite von max.
CHF 10000 im Monat (CHF 2000 pro Tag, davon höchstens CHF 1000 an einem
Geldautomaten). |
Kann
ich ein gemeinschaftliches Konto eröffnen? Antwort |
Kann ich mein Konto jederzeit kündigen? Privatkonto
(Girokonto), Kontokorrent können normalerweise
sofort saldiert werden. Bei einem Sparkonto
muss bei grösseren Beträgen oft eine Kündigungsfrist von 3, 6 oder
12 Monaten eingehalten werden. |
Wie lange dauert die Eröffnung eines Kontos?Je nach Bank sollte die
Eröffnung eines Kontos nicht länger als 1 7 Tage dauern. |
Kann ich am Eröffnungstag
Bargeld einzahlen? Antwort |
Wie teuer ist die Eröffnung und Führung eines Schweizer Bankkontos?
Die Eröffnung Ihres eigenen Bankkontos in der Schweiz ist bei allen
uns bekannten Banken kostenlos. Für die Konto-Führung, Wertschriftenverwaltung
usw. werden sowie teilweise für weitere Aufwendungen wie banklagernde Post
werden Gebühren verrechnet. - Gebühren für Kreditkarten
- Gebühren für maestro-Karte |
Erhalte ich Zinsen auf mein Konto?Die Zinsen
für ein Konto in Schweizer Franken (CHF) und Euro (EUR) sind von Bank zu
Bank unterschiedlich. Die Zinsen auf einem Privatkonto (Girokonto)
sind tiefer als auf einem Sparkonto. Da
in der Schweiz das Bankgeheimnis gilt,
wird eine Verrechnungssteuer von
35% vom Zinsertrag eines Kontos abgezogen. Der Kontoinhaber kann durch korrektes
ausfüllen der Steuererklärung den Betrag zurückfordern. |