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Private Banking

Private Banking beinhaltet die Verwaltung des Vermögens von Privatkunden. Dieser Begriff wird manchmal im Gegensatz zu Retail Banking (Kleinkunden) und Corporate Banking (Unternehmen) verwendet.

Das Wort Privatbankier bezeichnet normalerweise jemanden, der beruflich im Privat-Banking-Bereich tätig ist. Bei einer Sekretärin, die in einer Privatbank arbeitet, sagt man, dass sie in einer Privatbank arbeitet.

In Bezug auf eine Bank bedeutet Privatbankier jedoch, dass die Bank Private-Banking-Dienste anbietet und ihre Rechtsform die Privatgesellschaft ist. Tatsächlich wurden die ersten Privatbanken im 19. Jahrhundert in Genf als Privatgesellschaften gegründet und manche befinden sich immer noch im Besitz der ursprünglichen Familien. In der Schweiz werden derartige Privatbanken als Privatbankiers (ein geschützter Begriff) bezeichnet, um sie von den anderen Privatbanken zu unterscheiden, die meistens Aktiengesellschaften sind. In der Praxis nennen die meisten Leute sie einfach Privatbanken.

Wir benachdrucken, dass das Wort privat im Bezug auf das Bankwesen weder vertraulich noch Privateigentum (als Gegenstück zu einer eingetragenen Gesellschaft) noch "für nur Wenige erhältlich" (wie es z. B. ein Privatboot wäre) bedeutet. Dazu möchten wir aber bemerken, dass Schweizer Privatbanken selbstverständlich immer äusserst vertraulich vorgehen.

Die Mindesteinlage, ab der Private Banking angeboten wird, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. In der Schweiz liegt sie in der Regel zwischen ab CHF 250'000 - CHF 500'000. Als besondere Art des Private Banking gilt das Family Office, welches ausschließlich sehr grosse Vermögen betreut.

Das Gütesiegel im Private Banking ist der ganz persönliche Service, da jeder Kunde andere Bedürfnisse, Ansichten, Erwartungen und Ziele hat. Während das normale Bankgeschäft dazu tendiert, einen standardisierten Service für den Massenmarkt anzubieten, ist Private Banking eine weit exklusivere Angelegenheit. Hier arbeiten hochkarätige erfahrene Berater, die normalerweise nur wenige, ihnen gut bekannte Kunden betreuen. Dieser massgeschneiderte, etwas teurere Service wird nur den vermögenderen Kunden angeboten. Viele glauben, dass man ausserordentlich reich sein muss, um als Kunde einer privaten Bank akzeptiert zu werden. Dies ist gewöhnlich jedoch nicht der Fall. Mit welchem Mindestbetrag Sie beginnen können, um ein Konto zu eröffnen, hängt jeweils von der Strategie der Bank und dem von Ihnen gewünschten Service ab.