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Das Einmaleins der Hedge FundsHedge Funds sind weiterhin »in«. Nach dem In-Kraft-Treten des deutschen Investment-modernisierungsgesetzes gibt es kaum eine deutschsprachige Finanzpublikation, die in den letzten Monaten nicht über diese Anlagekategorie ausführlich berichtet hat. Eine Anlagekategorie, die eine lange Geschichte aufweist, aber hinsichtlich Beachtung, Wertentwicklung und Grösse ausgeprägte Höhen und Tiefen durchlebt hat. Hedge Funds werden dann interessant, wenn besonders herausragende Entwicklungen im Negativen und im Positiven zu vermelden sind. Nachrichten, dass in einem Crashjahr wie 1998 Hedge Funds Bankrott gingen, oder Meldungen über dreistellige Jahresrenditen einzelner Manager sind interessanter Stoff für die Fachpresse und allgemeine Medien. Wenn dann noch ein paar kontroverse Bemerkungen über Hedge-Fund-Manager gemacht werden können, beispielsweise, dass sie für Währungsabwertungen und Krisen in der Weltwirtschaft verantwortlich sind, ist die Publizität hoch. Die Turbulenzen um Hedge Funds im zweiten Halbjahr 1998 haben die Aktualität des Themas noch verstärkt. Während zu Jahresbeginn 1998 Hedge Funds bei vielen neuen Anlegern hoch im Kurst standen, brachten der Beinahe-Bankrott des Hedge Funds Long-Term Capital Management (LTCM), welcher unter anderem von Nobelpreisträgern verwaltet wurde, und die generell schlechte Wertentwicklung von Hedge Funds diese Anlagekategorie in die Schlagzeilen. Dennoch bleibt das Interesse an nicht traditionellen Anlagen, besonders bei grossen und langfristig denkenden Investoren, gross, und zwar aus einer Reihe von Gründen. Zunächst einmal sind die traditionellen Anlagemärkte historisch immer noch hoch bewertet. Private wie institutionelle Anleger suchen nach Alternativen zu Anlagen in Aktien, Anleihen und Festgeldern. Die Aktienmärkte sind nach drei Jahren zweistelliger Verluste immer noch nicht billig. Bondrenditen in Europa und international sind auf langfristigen Tiefstständen angelangt, das Gleiche gilt für kurzfristige Geldanlagen. All das spricht dafür, nach interessanten Alternativen zu suchen. Neben dieser erhöhten Nachfrage liegt ein weiterer Grund für die Popularität von nicht traditionellen Anlagen im gewachsenen Angebot an nicht traditionellen Produkten und Anlage-Dienstleistungen. Es werden verstärkt Einsteigerprodukte angeboten, die in diversifizierte Portfolios von nicht traditionellen Anlagen investieren. In der Schweiz haben Beteiligungsgesellschaften für nicht traditionelle Anlagen seit 1996 und öffentlich zugelassene Anlagefonds seit 1998 viele Milliarden Schweizer Franken an Kundengeldern für diese Anlagekategorie anziehen können. In Deutschland hat der Boom der Hedge Funds besonders mit den Zertifikaten der Grossbanken für Privatkunden eingesetzt. Die vom deutschen Finanzminister angekündigte Zulassung von Hedge Funds im Jahr 2004 und die schwierigen Finanzmärkte sind weitere Treiber eines verstärkten Interesses und einer größeren Nachfrage nach Hedge Funds und besonders Funds of Funds (Dachfonds). |
| Artikel | Buch |
| Sprache | Deutsch |
| Jahr | 2004 |
| Seiten | 216 |
| Format | Gebunden |
| ISBN | 978-3-593-37443-7 |
| EAN | 9783593374437 |
| Verlag | Campus |
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