NummernkontoWenn Sie in der Schweiz ein Nummernkonto (auch "anonymes Konto" oder "Diskretionskonto" genannt) eröffnen wollen, werden Sie gleich identifiziert wie bei allen übrigen „Namenkonto“. Der Unterschied liegt einzig darin, dass Ihre persönlichen Daten nur wenigen Personen innerhalb der Bank zugänglich sind. Nummernkonto sind aufgrund des grösseren administrativen Aufwandes meistens teurer als normale Konto. Die meisten Banken verlangen zudem einen Mindestanlagebetrag. Bei Zahlungsaufträgen ins Ausland vom Nummernkonto muss der Kontoinhaber bekannt gegeben werden. |
Bekannt ist der Züricher Paradeplatz aber nicht in erster Linie wegen der feinen Leckereien, sondern wegen seiner Banken. Hier residieren nicht nur die UBS und Credit Suisse, sondern Banken aus aller Welt, unter ihnen auch Auslandstöchter deutscher Kreditinstitute. Japaner und Amerikaner kennen den Platz ebenso gut wie Europäer, unter ihnen viele Deutsche.
(...) Unabhängig davon bestehe bei der UBS die Möglichkeit, ein Namens-
oder Nummernkonto zu eröffnen, ergänzt der Banker.
Letztgenanntes biete ein hohes Maß an Diskretion. Der Transfer des Geldes
vom Luxemburger zum Schweizer Konto sei kein Problem. Er könne durch
eine elektronische Überweisung erfolgen.
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EU-Zinssteuer: Diskreter Ausweg
Quelle: Capital, 15. Juni 2005
(...) Herr Hofer hat klare Vorstellungen, wie er unser Vermögen splitten will. «Wir werden ein offizielles Kundendepot für Sie eröffnen, mit Namen und so, und ein inoffizielles Nummernkonto. Dafür geben wir Ihnen ein Codewort. Beim diskreten Geld können wir etwas kreativer sein und müssen nicht immer so genau auf die Spekulationsfrist in Deutschland achten», sagt er.
(...) Für welche Anlageform man sich letztlich entschliesst –
Diskretion ist für den Banker der
UBS das A und O der Kundenbeziehung.
Zwar verschicke die UBS ihre Briefe ohnehin in neutralen Kuverts. Doch
die Umschläge hätten eine winzige Referenznummer an der Unterseite.
«Die kennen sie bei der deutschen Post und rufen gleich die Steuerfahndung
an.» Deshalb sei auch ein Nummernkonto besser, zumindest für das diskrete
Geld – Korrespondenz immer banklagernd.
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Facts: Seid umschlungen,
Milliarden
Quelle: Facts, 15. Juli 2004
Pech für Kirch: Der Insolvenzleitung kam die Sache spanisch vor - offenbar, weil die Herren einen Fehler bei der Fax-Kennung machten. Die Folge: Die Kirch Media behielt ihre Kreditsicherheiten in Sachen Formel 1. Trotz alledem erhielt die Credit Suisse im Dezember 2002 ihr Geld verzinst zurück: exakt 121,9 Millionen Dollar. Überwiesen von der bis dato unbekannten Liechtensteiner Faller-Stiftung, die ein Konto bei der Credit-Suisse-Filiale im Schweizer Promi-Skiort St. Moritz unterhielt.
Pech für die Ermittler: Die Faller-Stiftung ist so geschickt konstruiert, dass ihr Eigentümer - etwa Kirch selbst? - auch weiter unbekannt ist. Dafür stießen sie auf andere interessante Zahlungsvorgänge. Das Konto der Faller-Stiftung ging bei der Überweisung an die Credit Suisse angeblich mit rund 65 Millionen Dollar ins Minus. Diese Summe wurde später wieder ausgeglichen. Unter anderem, so ergibt sich aus dem Urteil des Schweizer Gerichts, von einem Ruth Kirch zugeordneten Nummernkonto in der Schweiz. Ein weiterer Teilbetrag lief von dem Nummernkonto indirekt über eine dritte Bankverbindung zur Faller-Stiftung zurück. Damit nicht genug: Zeitweise, so ergibt sich aus den dem stern vorliegenden Unterlagen, war das gesamte auf dem Nummernkonto liegende Vermögen wegen des Formel-1-Geschäfts an die Credit Suisse verpfändet. » weiter
Quelle: Stern, 07. Mai 2004